Die Knirschschiene (Aufbissschiene) korrigiert, harmonisiert & schützt

Das als Bruxismus bezeichnete Zähneknirschen und Zähnepressen übt enormen Druck auf die Zahnflächen aus. Zur Behandlung eignet sich eine individuell angepasste Knirschschiene, auch Aufbissschiene genannt.

Die dentale Therapie mit der Zahnschiene aus biokompatiblem Kunststoff schützt Zähne und Kiefergelenke. Sie harmonisiert das Zusammenspiel von Kaumuskulatur und Kiefergelenken. Erfahren Sie hier alles Wichtige über Knirschschienen!

Was sind die Ursachen für das Zähneknirschen (Bruxismus)?

Das Zähneknirschen oder Zähnepressen tritt während des Schlafs (Schlafbruxismus) und/oder im Wachzustand (Wachbruxismus) auf, verschiedene Ursachen kommen infrage.

Stress ist der häufigste Grund für das chronische Knirschen. Kiefer- und Gesichtsmuskeln werden unbewusst angespannt und die Zähne unkontrolliert zusammengebissen. Männer und Frauen zwischen 30 und 45 Jahren sind am häufigsten betroffen, da in dieser Phase auf viele Menschen sowohl privat als auch beruflich besondere Herausforderungen zukommen.
Weitere mögliche Ursachen sind Nervosität oder Frust, auch Medikamente gegen ADHS oder Depressionen können das chronische Knirschen der Zähne auslösen.
Ebenso kommt eine sogenannte Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) als Auslöser infrage. Dabei handelt es sich um eine Fehlstellung der Kiefergelenke. Bereits minimale Fehlstellungen können Kauprobleme, Kopfschmerzen, Kiefergelenkschmerzen und eben Zähneknirschen verursachen.

Info
Die Knirschschiene behandelt zwar nicht die Ursache des Bruximus, lindert aber die Symptome. Die Verwendung einer Aufbissschiene ist somit als wichtiger Teil der Gesamttherapie anzusehen.

Bruximus-Behandlung mit individuell gefertigter Knirschschiene

Eine Studie der Medizinischen Universität Wien zeigt, dass Schlafbruxismus die Kiefergelenke schädigen kann und die Zahnform sowie die Position der Zahnkontakte die Stärke der mechanischen Belastung beeinflusst. Die Behandlung von Bruxismus mittels Schiene schützt die Zähne und Kiefergelenke. Es gilt: Je präziser die Knirscherschiene passt, desto besser funktioniert sie. Die Behandlung mit der individuell gefertigten Aufbissschiene reduziert die Folgend des Zähneknirschens effektiv. Sie kann für den Ober- und Unterkiefer angefertigt werden, meist erfolgt die Verwendung im Unterkiefer.

Die Schienentherapie beginnt mit einer zahnärztlichen Untersuchung der Zähne, Muskulatur und Kiefergelenke. Anschließend nimmt die Zahnärztin oder der Zahnarzt einen Zahnabdruck oder scannt den Kiefer digital. Im nächsten Schritt folgt die Anfertigung der passgenauen Zahnschiene im zahntechnischen Labor. Die Bruxismus-Behandlung mittels Aufbissschiene

entlastet Zähne, Muskeln und Gelenke,
schützt die Zahnhartsubstanz und
optimiert die Zahnführung.

Knirschschienen lindern die Beschwerden. Um jedoch der Ursache des Zähneknirschens auf den Grund zu gehen, ist in vielen Fällen eine interdisziplinäre Behandlung durch den Zahnarzt sowie Physio- und Psychotherapeuten notwendig.

Harte oder weiche Aufbissschiene, adjustiert oder nichtadjustiert?

Die Symptome des Bruxismus werden mit einer transparenten Schiene aus weichem oder hartem Kunststoff behandelt, die sich in der Funktion und im Tragekomfort unterscheiden. Weiter besteht die Wahl zwischen einer nichtadjustierten oder einer adjustierten Aufbissschiene.

Harte Knirschschienen ähneln Zahnspangen und kommen insbesondere als CMD-Schiene im Rahmen einer CMD-Therapie zum Einsatz.
Zahnschienen aus weichbleibendem Kunststoff fühlen sich eher gummiartig an, viele Patientinnen und Patienten empfinden die weiche Variante als angenehmer.
Die nichtadjustierte Aufbissschiene ist ein weicher Kunststoffüberzug über den Zahnbogen und wird auch als Miniplastschiene bezeichnet. Betroffene tragen diese vor allem nachts. Sie entspannt die Muskulatur und schützt die Zahnoberflächen vor Abrieb.
Die adjustierte Aufbissschiene passt die Zahnärztin oder der Zahnarzt so an, dass sich die Kiefergelenke in einer entspannten Ruhelage befinden und die Bisslage ausgeglichen wird.

Werden die Kosten für die Knirscherschiene von der Krankenkasse übernommen?

Ja, bei der Diagnose Bruxismus übernehmen die privaten und gesetzlichen Krankenkassen im Regelfall die Kosten für die Anfertigung einer individuellen Knirschschiene. Spezielle Diagnoseverfahren und zusätzliche Arbeitsschritte sind nicht inbegriffen. Im Rahmen einer Funktionsanalyse kann die Zahnärztin oder der Zahnarzt den Kiefer vermessen und diesen auf Fehlstellungen untersuchen. Die gesetzlichen Krankenversicherungen tragen die Kosten für die Funktionsanalyse jedoch nicht, Zahnzusatzversicherungen meist schon.

Welche Nebenwirkungen kann eine Aufbissschiene haben?

In der Regel lindert das Tragen der Aufbissschiene die Symptome der Kieferfehlbelastung und verursacht keine Schmerzen. Zu Beginn der Therapie kann ein unangenehmes Druckgefühl eine Nebenwirkung der Aufbissschiene sein. Dieses Gefühl nimmt mit zunehmender Gewöhnung an die Zahnschiene ab.

Eine weitere mögliche Nebenwirkung sind Schmerzen im Bereich des Zahnfleischs. In diesem Fall weist die Knirschschiene zu scharfe Kanten auf oder ist zu lang und muss nachträglich angepasst werden.

Pflegehinweise für Ihre Knirschschiene

Bei starkem Bruxismus hält eine Schiene ungefähr ein halbes Jahr. Für die optimale Pflege und im Rahmen der Karies- und Parodontitis-Prophylaxe sollten Sie Ihre Zähne und die Knirscherschiene nach jeder Mahlzeit sorgfältig mit Zahnbürste und Zahncreme reinigen. Alternativ eignet sich Gebissreiniger für die Reinigung. Wenn Sie Ihre Knirschschiene nur nachts tragen, sollten Sie diese tagsüber in einem Behälter, z. B. in einer Zahnspangenbox, verwahren.

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