Was ist ein Zahnimplantat?
Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan oder Keramik, die fest im Kieferknochen verankert wird und einen fehlenden Zahn ersetzt.
Das Implantat besteht aus drei Teilen:
- Implantatkörper im Kiefer
- Verbindungsstück (Abutment)
- Sichtbare Zahnkrone
Ein Implantat ersetzt einzelne Zähne, mehrere fehlende Zähne oder stabilisiert Prothesen. Besonders für Menschen in der zweiten Lebenshälfte, die von beginnendem Zahnverlust betroffen sind, bietet diese Versorgung eine langfristige Möglichkeit, Kaufunktion, Aussprache und Ästhetik zu erhalten.
Warum entscheiden sich Menschen für Implantate?
Besonders Menschen ab der Lebensmitte entscheiden sich für Implantate, weil sie festen Zahnersatz ohne Haftcreme oder herausnehmbare Prothesen ermöglichen.
Häufige Gründe:
- Schwierigkeiten beim Kauen
- Locker sitzende Prothesen
- Fehlende Zähne im sichtbaren Bereich
- Knochenabbau nach Zahnverlust
- Wunsch nach dauerhaftem Zahnersatz
- Verbesserte Lebensqualität im Alltag
Implantate übertragen Kaudruck direkt auf den Kieferknochen. Dadurch bleibt der Knochen besser erhalten als bei klassischen Brücken oder Prothesen.
Welche Vorteile haben Implantate gegenüber Brücken oder Prothesen?
Wie läuft eine Implantatbehandlung ab?
1. Beratung und Diagnostik
2. Vorbereitung
3. Implantation
4. Einheilphase
5. Zahnersatz
6. Nachsorge
Wie lange halten Implantate?
Gut gepflegte Implantate können 20 Jahre oder länger funktionieren. Wissenschaftliche Langzeitstudien zeigen hohe Erfolgsraten von über 90 Prozent nach zehn Jahren.
Entscheidend für die Haltbarkeit:
Professionelle Zahnreinigung
Regelmäßige Kontrollen
Nichtrauchen
Gute Mundhygiene
Frühzeitige Behandlung von Entzündungen
Allgemeinen Gesundheitszustand fördern
Für wen sind Implantate geeignet?
Implantate sind für Erwachsene geeignet, wenn ausreichend Kieferknochen vorhanden ist und keine unbehandelten Entzündungen bestehen.
Wichtige Voraussetzungen:
- Gesundes Zahnfleisch
- Gute Mundhygiene
- Kontrollierter Diabetes
- Kein akuter Knochenabbau
- Regelmäßige Zahnarztkontrollen
Auch Menschen über 70 oder 80 erhalten erfolgreich Implantate. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern der allgemeine Gesundheitszustand.
Wann sind Implantate nicht möglich?
Implantate sind bei unbehandelter Parodontitis, starkem Rauchen oder bestimmten schweren Erkrankungen eingeschränkt möglich.
Risikofaktoren:
- Unkontrollierter Diabetes
- Aktive Parodontitis
- Starke Osteoporose mit bestimmten Medikamenten
- Bestrahlung im Kieferbereich
- Sehr schlechte Mundhygiene
- Starkes nächtliches Zähneknirschen
Vor jeder Behandlung erfolgt eine ausführliche Diagnostik inklusive 3D-Röntgenaufnahme.
Was kostet ein Zahnimplantat?
Die Kosten hängen von Knochenangebot, Material und Umfang der Versorgung ab.
Preisfaktoren:
- Anzahl der Implantate
- Knochenaufbau
- Material der Krone
- Diagnostik
- Zahntechnik
Bei gesetzlich Versicherten beteiligt sich die Krankenkasse meist nur mit einem Festzuschuss für den Zahnersatz.
Welche Rolle spielt die professionelle Zahnreinigung bei Implantaten?
Professionelle Zahnreinigung reduziert das Risiko einer Implantatentzündung deutlich. Eine Entzündung am Implantat heißt Periimplantitis. Sie kann zu Knochenverlust und Implantatverlust führen.
Empfohlen werden:
- Regelmäßige Kontrollen
- Implantatreinigung
- Individuelle Mundhygieneinstruktionen
Für Menschen über 50 ist die langfristige Nachsorge ein zentraler Bestandteil der Behandlung.
Wie unterscheiden sich Titan- und Keramikimplantate?
| Titanimplantate | Keramikimplantate | |
|---|---|---|
| Material | Metall | Metallfrei |
| Farbe | Grau | Weiß |
| Langzeiterfahrung | Sehr hoch | Gut, aber kürzer |
| Belastbarkeit | Sehr hoch | Hoch |
| Ästhetik | Gut | Sehr gut |
| Plaqueanlagerung | Gering | Oft noch geringer |
| Preis | In der Regel günstiger | Oft teurer |
Die passende Lösung hängt von Faktoren wie Knochenangebot, Zahnposition, Ästhetik, Belastung und persönlichen Wünschen ab. Eine individuelle Beratung mit 3D-Diagnostik ist deshalb sinnvoll.
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Zahnärzte
Häufige Fragen zu Implantaten
Können Implantate auch bei Vollprothesen helfen?
Ja. Bereits zwei bis vier Implantate können eine Prothese deutlich stabilisieren.
Kann ein Implantat Karies bekommen?
Nein. Implantate selbst bekommen keine Karies. Das Zahnfleisch und der Knochen können sich jedoch entzünden.
Können Implantate im MRT untersucht werden?
Ja. Moderne Zahnimplantate gelten in der Regel als MRT-kompatibel.
Kann man direkt nach dem Ziehen eines Zahnes ein Implantat einsetzen?
Ja. In geeigneten Fällen ist eine Sofortimplantation möglich.
Warum lockern sich manche Implantate?
Die häufigsten Ursachen sind Entzündungen, Rauchen, schlechte Mundhygiene oder Überbelastung durch Knirschen.
Gibt es Implantate speziell für ältere Menschen?
Ja. Für reduziertes Knochenangebot existieren kurze oder schmale Implantatsysteme.
Muss ein Implantat besonders gereinigt werden?
Ja. Implantate benötigen spezielle Bürsten, Zahnzwischenraumpflege und regelmäßige professionelle Reinigung.
Können Medikamente Implantate beeinflussen?
Ja. Bestimmte Osteoporosemedikamente oder Immunsuppressiva können die Behandlung beeinflussen.
Wie erkennt man eine Entzündung am Implantat?
Warnzeichen:
- Zahnfleischbluten
- Schwellung
- Mundgeruch
- Druckgefühl
- Lockerung
Frühe Behandlung verbessert die Prognose deutlich.
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