Mundgeruch: Ursachen und Behandlung

Unangenehmer Mundgeruch beeinträchtigt das soziale Miteinander enorm, sowohl bei der Arbeit, als auch im Umgang mit Freunden und der Familie. Ältere Menschen sind häufiger von schlechtem Atem betroffen und Männer öfter als Frauen. Etwa 25 Prozent der Bevölkerung leidet permanent oder zeitlich begrenzt an Mundgeruch, doch viele ahnen davon nichts. Erfahren Sie im folgenden Artikel alles Wichtige zu der Entstehung, den Ursachen und der Behandlung von Mundgeruch.

Info
Die meisten Betroffenen wissen nicht, dass ihr Atem unangenehm riecht. Gleichzeitig glaubt ein Viertel fälschlicherweise, Mundgeruch zu haben.

Wie entsteht der „schlechte Atem“?

Meist entsteht der sogenannte schlechte Atem (richtiger: Mundgeruch) durch Bakterien im Mund. Fäulnisbakterien gehören zu den mehr als 300 oralen Bakterienarten, die während ihrer Arbeit Schwefelverbindungen freisetzen. Diese führen wiederum zum sogenannten „Foetor ex ore“, wörtlich: dem „üblen Geruch aus dem Mund“. Je mehr dieser Schwefelverbindungen freigesetzt werden, umso unangenehmer riecht der Atem. Experten unterscheiden drei Formen von Mundgeruch: den pathologischen, den physiologischen und den eingebildeten (Halitophobie).

Während physiologischer Mundgeruch keine spezifische Ursache hat und oftmals nach einer gründlichen Zungen- und Zahnreinigung verschwindet, ist der unangenehme Geruch beim pathologischen Halitosis ein Symptom einer Erkrankung.

Mundgeruch kann verschiedene Ursachen haben

Mundgeruch kann viele Ursachen haben, so kann ein schlechter Atem nach dem Verzehr von Eiern, Knoblauch oder Zwiebeln bis zu drei Tage anhalten. Auch begünstigt ein trockener Mund einen unangenehmen Geruch. Grundsätzlich ist bei Mundgeruch je nach Ursache zwischen zwei Formen zu unterscheiden. Dieser ist entweder

• nur beim Ausatmen aus dem Mund (Foetor ex ore, Kakastomie) bemerkbar oder
• beim Ausatmen aus dem Mund und der Nase (Halitosis).

Die nachfolgende Übersicht stellt mögliche Mundgeruch-Ursachen abhängig von der Art des Geruchs dar.

scharf riechender Geruch – Rauchen
faulig riechender Geruch – mangelhafte Mundhygiene, Zahn- und Zungenbeläge, Parodontitis, schlechtsitzende Zahnprothese
fruchtiger Geruch – längere Diät oder ein falsch eingestellter Diabetes
süßlicher Geruch – ggf. Leberversagen (Foetor hepaticus)
nach Urin riechend – ggf. Nierenversagen (Foetor uraemicus)

Bei anhaltendem Leiden gilt grundsätzlich: Konsultieren Sie Ihren Haus-, HNO- oder Zahnarzt, um der Ursache nachzugehen und den Mundgeruch behandeln zu lassen. Die Art des Geruchs und die Herkunft ist zu klären. Informationen über Grunderkrankungen und weitere Symptome können zudem bei der Diagnose helfen. Folgende Fragen dienen dem Erkennen der Mundgeruch-Ursache:

• Wann ist der schlechte Atem erstmals aufgefallen?
• Wann tritt der schlechte Atem auf und wie lange hält dieser an?
• Haben andere die betroffene Person bereits auf den Mundgeruch angesprochen?
• Liegen weitere gesundheitliche, ggf. zahngesundheitliche Beschwerden vor?
• Wie genau riecht der Atem?

Die Ursache von Mundgeruch ist in 80 bis 90 Prozent der Fälle im Mund lokalisiert. Mögliche Verursacher des faulig riechenden Atems sind dann neben Karies, Parodontose und Zahnbelag vor allem Zungenbelag und Mundtrockenheit (Xerostomie). Bei all diesen Ursachen für Mundgeruch ist ein Zahnarzttermin notwendig. Falls der schlechte Atem trotz gründlicher Mundhygiene bestehen bleibt, lässt sich der Auslöser im Rahmen einer Atemanalyse aufspüren.

Wenn der Mundgeruch auch beim reinen Ausatmen durch die Nase wahrnehmbar ist (Halitosis), sind die Ursachen im Nasen-Rachen-Raum zu suchen. In diesem Fall hilft der HNO-Arzt weiter. Auch der Darm kann in seltenen Fällen den unangenehmen Atemgeruch auslösen. Ursächlich ist dann eine Fehlverdauung, bei der sich unerwünschte und teilweise giftige Stoffe im Darm bilden können. Nicht vertragene Lebensmittel können verantwortlich sein. Diese müssen identifiziert und vermieden werden. Bei Mundgeruch durch Fehlverdauung ist ein Facharzt für Innere Medizin (Internist) der richtige Ansprechpartner. Der schlechte Atem kann auch durch Stress oder Medikamenteneinnahme entstehen. Ebenso kann ein Pilz Mundgeruch verursachen.

Mundgeruch behandeln: die Möglichkeiten der Therapie

In mehr als 80 Prozent aller Fälle ist die Ursache des Mundgeruchs also im Mundraum selbst zu verorten. Die Behandlung von Beschwerden wie Karies, verfaulten Resten einer Zahnwurzel im Kiefer, Parodontitis und allen anderen zahnmedizinischen Ursachen erfolgt in der Zahnarztpraxis. Um die Mundgeruch fördernden Bakterien zu beseitigen, ist eine professionelle Zahnreinigung empfohlen. Überdies kommt der täglichen und gründlichen Mundhygiene eine besonders wichtige Rolle zu: Tatsächlich gehen rund zwei Drittel aller Mundgeruch-Fälle auf Zungenbelag zurück. Aus diesem Grund beugt die Zungensäuberung am Morgen der Entstehung von Mundgeruch besonders effektiv vor und ist maßgeblicher Bestandteil der Therapie.

Jetzt Termin vereinbaren & Mundgeruch behandeln lassen

Mundgeruch ist in den meisten Fällen vermeidbar und leicht behandelbar, oftmals bringt bereits die tägliche Zungenreinigung eine deutliche Verbesserung. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin bei MEINDENTIST in Berlin oder Potsdam, um der Ursache des schlechten Atems auf den Grund zu gehen und anhaltenden Mundgeruch ggf. zahnärztlich behandeln zu lassen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!